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“WIR SIND UMGEZOGEN!”

Bonnie+Clyde4

Ja, ihr lest richtig. Bonnie (hinten) und Clyde wohnen nicht mehr bei mir *sniff*.

Sie haben jetzt ein super Haus und müssen nie mehr im Käfig sitzen.

Aber wie kommts? Also die ganze Story von Bonnies und Clydes Life !!!

Die beiden habe ich aus dem Tierheim geholt, weil...ja eingentlich aus Mitleid. Die Tierheimhelferin, die mich von Besuchen her kannte, meinte, sie muss mir mal was zeigen.....sie führte mich zu dem Quarantäne-

Raum, in dem nur ein Käfig stand. Den Raum dürfte ich nicht betreten, aber ich habe durch das Fenster in der Tür hinen sehen können. Und was ich sah, tat mir soooo unendlich leid....zwei Nymphensittiche in einem Rundkäfig - mit zwei Stangen drin und nicht mehr.....Bewegungsfreiheit gleich null. Und kaum hatten sie mich durchs Fenster durch gesehen, begannen sie wie von Sinnen zu flattern und zu schreien- aus Todesangst!!

Die Helferin erzählte mir, dass Clyde laut seinem Ring 6 Jahre alt sein muss - und er wohl von Lebensbeginn mit Bonnie zusammen in diesem Käfig lebte- bei einer 80jährigen Dame, die sich nicht richtig um die Vögel kümmern konnte/wollte-wie-auch-immer. Die beiden hatten schwer Milben und mussten im TH jeden Tag angefasst und gepudert werden, was ihre Angst vor Händen natürlich noch den Rest gab.....

Naja und Conny mal wieder- heim, Eltern bequatscht und mit mit den beiden. Auf der Heimfahrt fast taub geworden, weil die beiden nur geschrieen haben, Und zuhause auch...und überhaupt...nur Panik und Geschrei.

Doch es besserte sich. Und nach dem ersten Freiflug in meinem Zimmer (dass die beiden überhaupt fliegen konnten war ein Wunder) tauten sie langsam auf. Immerhin war ich der Futtergeber! Bei Fremden war noch großes Geschrei angesagt, auch bei Musik, bei “komischen Geräuschen” (Staubsauger). aber es wurde immer besser. Schließlich dürfte ich das Futter im Käfig auffüllen, ohne irgendwelche Panikattacken auszulösen.....ein wahnsinns Fortschritt. Und mit der Zeit begannen die beiden (vorallem Clyde) Besucher richtig toll zu finden - solange sie ihre Hände vom Käfig liesen. Die Angst vor Händen blieb ihnen....ich habe sie zum Glück nie zwanghaft anfassen müssen.....

Tja und so lebten sie glückliche Jahre bei mir - und wurden immer “Familienfreundlicher”. Naja gut, sie gingen mir manchmal mit ihrer Schreierei ganz schön auf den Keks (vorallem frühmorgens um halb 6 im Sommer....oder nachts um 11.....mist- ich vermiss das!!!). Aber ich hab sie geliebt. Sie waren meine Geier, meine Flatterratten. Fliegende Schreiner. Und damit ging das ganze Problem an. Bonnie begann in meinem Zimmer die freiliegenden Deckenbalken systematisch “abzurunden” (Die Dinger sind jetzt oben wirklich rund anstatt eckig.....) Als meine Mum das spitzkriegte, flippte sie verständlicherweise aus.....die Renovierung der dummen Balken war ja auch net grad billig gewesen.....also dürften Bonnie und Clyde nur noch unter Aufsicht fliegen. Doch ich dachte, das ist ja nicht so arg, ich zieh ja eh bald aus in meine Wohnung.....

Tja und wies so kommt.....ich bin ziemlich arg in die Rattenvermittlung Nürnberg gerutscht. Also ab ich ab und an Notfalltiere bei mir stehen (also mehr Käfige) und auch viel Fahrerei und Stress. Tja und die Flatterer liebten vorallem meinen neuen Käfig in der neuen Wohnung......nur das da “fleischfressende” Ratten drin wohnen.....Und der erste Weg von B + C führte bei jedem Freiflug zuerst an die Käfigtür.......und ich musste sie wegjagen, ich wollte ja nicht auf einmal Vögel ohne Füsse haben (meine Ratten sind lieb, aber das trau ich ihnen zu).....Also gabs wieder nur Freiflug unter Aufsicht. Da ich ja arbeite und erst abends heimkomme, haben die Vögel da schon “gute Nacht”....also Flug nur am Wochenende....Und die Geiers kamen wieder voll zu kurz. So zu kurz, dass ich mir Gedanken machte, wie ich das ändern kann.....und ich mir sagte, bevor sie wieder in den alten Trott verfallen, nie zu fliegen, geb ich sie lieber her. Das ist kein Leben was ich ihnen im Moment bieten kann. Und Besserung ist nicht in Sicht (eher Verschlimmerung der Rattensituation). Aber hergeben? Wirklich? Und an wen? Das muss einer sein, der ihnen alles bieten kann, der “voll das Leben” für meinen Geiers hat. Und da kam ich übers Haustierforum auf Charly und Tina......

Ich hatte durch mitlesen erfahren, dass sie umgezogen waren- in ein Bauernhaus. für ihre ganzen Tiere. Und das sie einen ganzen Raum für ihre Vögel hätten. Und noch eine Außenvoliere geplant wäre.......und ich dachte mir, das wärs. Das wär voll das Leben für Geier und Co.....und ich fragte an.....und ich dürfte sie bringen.

Tja, jetzt wohnen sie bei Charly und Tina in Horb bei Freudenstatt - und glaubt mir, es ist mir nicht leicht gefallen, sie herzugeben. Ich vermisse sie jetzt schon. Clyde´s Schreierei und Bonnies Gefauche...(sie sind erst 4 Stunden weg). Aber als ich dort ankam und das Zimmer sah- und die anderen Vögel - und das Haus und Charly und Tina....da wusste ich, so eine Chance würden Bonnie und Clyde nie mehr bekommen. Ein Raum für sich alleine, nie wieder in einem Käfig sitzen, fliegen wann und wieviel man will- und Vögel, Vögel, Vögel - ein ganzer Schwarm. Und schreien können, so laut wies geht und keiner beschwert sich.....und flirten und singen - und vielleicht sogar Family-gründen.....wer weiss....

Wir kamen an, die beiden kamen aus dem Käfig raus und saßen schon im Schwarm drin. Sie kamen an und waren daheim. Das IST VOLL DAS LEBEN! Jetzt haben sie alles, was sie schon immer hätten haben sollen! Jetzt gehts euch supergut, jetzt müsst ihr euch nicht mehr mit Menschen abgeben, jetzt dürft ihr ganz unter euresgleichen sein, jetzt dürft ihr zum großen Teil “WILD” sein.......und selbst entscheiden!! Schatzls ich wünsch euch alles gute......vermiss euch trotzdem......danke,danke an Tina und Charly.....

Und damit ihr auch seht, wie supergut es die beiden jetzt haben......jetzt wo ihr euch durch den ganzen Text gequält habt, dürft ihr die Fotos anschaun gehn *G*